Bedrohungen, Schmierereien, Hass-Nachrichten in den Sozialen Medien:
Nach dem gescheiterten Putsch erreicht der innenpolitische Konflikt der Türkei auch deutsche Kommunen.



Seit vergangener Woche ermittelt die Polizei gegen eine Person, die über Facebook zu Gewalt gegen Gülen-Sympathisanten aufgerufen hat. Nach Medienberichten habe er dazu aufgefordert, Anhängern des Predigers in den Kopf zu schießen.

Neben Hass-Nachrichten im Internet erfahren einige Remscheider auch konkrete Be-drohungen sowie Sachbeschädigungen.

„Wir haben Sorge um die Spaltung der Gesellschaft! Der innenpolitische Konflikt der Türkei hat in Deutschland nichts zu suchen.
Die DITIB als größter Islamverband in der Bundesrepublik könne nun eine zentrale Rolle für die Versöhnung der Konfliktparteien hier in Deutschland einnehmen“, so Roland Gedig.

Aktuell möchte die DITIB Remscheid sich nicht zu dem Konflikt äußern und in Köln beendete das Innenministerium sogar die Zusammenarbeit.
Laut eines Sprechers des Innenministeriums konnte bei dem Projekt „Wegweiser“ – einem Präventionsprogramm gegen gewaltbereiten Salafismus, inhaltlich keine Eini-gung erzielt werden.

Die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) wird oft für ihre Nähe zum türkischen Staat kritisiert.

„Nun kann die DITIB ihren Kritikern beweisen, dass sie für deutsche Werte – Demokratie, Meinungsfreiheit und Toleranz einstehen“, so Gedig - Kreisvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU und CSU.

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