CDU-Fraktion votiert gegen das kostspielige Aufstellen „mobiler Bäume“
Die Remscheider CDU-Fraktion wird der Beschlussvorlage 16/7132 zum Aufstellen sogenannter „Mobiler Bäume“ im Stadtgebiet im Rat nicht zustimmen, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Markus Kötter:
„Die Idee an sich ist charmant – aber nur auf den ersten Blick. Mit mobilen Bäumen sollen ‚grüne Farbpunkte‘ in unserer Stadt geschaffen werden. Doch der Nutzen für die Verbesserung des Klimas steht in keinem Verhältnis zur gleichzeitigen Belastung des Klimas bei der Realisierung des Vorhabens. Wir haben die Beschlussvorlage der Verwaltung in unserer Fraktion diskutiert. Zumindest für die Bezirksvertretung 3 und den Rat kann ich festhalten, dass wir ihr nicht zustimmen werden. Die Kolleginnen und Kollegen in den anderen Bezirksvertretungen werden das natürlich – so wie bei uns üblich – autark entscheiden.“
„Ja, wir haben damals der Prüfung und der Ermittlung der Kosten zugestimmt. Wir haben aber keinen Blankoscheck für die Realisierung gegeben. Angesichts unserer Haushaltslage können wir uns das Projekt schlicht nicht leisten. Die Gesamtkosten von 716.000 Euro stehen in keinem Verhältnis zum erwartbaren Nutzen. Wir könnten auch so schon mehr für den Klimaschutz und für mehr Grün im Stadtgebiet von Remscheid tun. Wenn man mehr Bäume in den Straßen und auf den Plätzen haben will, dann sollten wir unbepflanzte Baumscheiben nutzen, von denen wir genügend haben“, so Kötter.
„Die großen Parkanlagen und Grünzüge könnten ebenfalls eine größere Anzahl von Bäumen als Ersatz erhalten. In den vergangenen Jahren wurde viel gefällt und wenig ersetzt. Auch bei anstehenden Straßensanierungen ist es jederzeit möglich, neue Baumstandorte zu realisieren – wenn man dies denn will. Dazu können auch Fördermittel genutzt werden aus dem Programm natürlicher Klimaschutz in Kommunen (mit einer 90-prozentigen Förderung). Wir sind also nicht bloß GEGEN, eine Beschlussvorlage, sondern schlagen Alternativen vor“, so der CDU-Politiker, der auch gelernter Gärtnermeister ist.
„Und wir verbinden mit unserer Ablehnung der Beschlussvorlage ein wichtiges Signal an die Bürgerinnen und Bürger: Wir müssen Prioritäten setzen. Es kann nicht sein, dass wir schon wieder mit dem Geldausgeben munter weiter machen, kaum, dass uns die CDU-geführte Landesregierung einen Teil unserer Altschulden erlässt“, sagt Kötter abschließend.