CDU Remscheid - Partei und Fraktion

Stromversorgung zukunftsfähig gestalten: Ausbau der elektrischen Infrastruktur in Klassenräumen

Antrag zur Sitzung des Ausschusses für Schule, zur Sitzung des Rates und zur Sitzung des Hauptausschusses

Die fortschreitende Digitalisierung des Unterrichts ist untrennbar mit einer ausreichenden und verlässlichen stromseitigen Ausstattung der Klassenräume verbunden. Insbesondere in der Sekundarstufe II wird mittlerweile nahezu durchgängig mit Tablets gearbeitet.

Antrag zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 04.02.2026, zur Sitzung des Rates am 12.03.2026 und zur Sitzung des Hauptausschusses am 26.02.2026:

 

Stromversorgung zukunftsfähig gestalten: Ausbau der elektrischen Infrastruktur in Klassenräumen

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Wolf,
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Kaltwasser,

sehr geehrte Damen und Herren, 

 

wir bitten darum, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule zu setzen.

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, bis zu den Sommerferien 2026 eine gesamtstädtische Strategie zum Ausbau der elektrischen Infrastruktur in den Klassenräumen der Remscheider Schulen zu erarbeiten.
  2. In einem ersten Schritt soll schnellstmöglich ermittelt werden,
  1. wie viele Klassenräume in Remscheid in welchem Umfang einer verbesserten stromseitigen Ausstattung bedürfen,
  2. welche baulichen und technischen Möglichkeiten hierfür bestehen
  3. und welche Kosten mit den erforderlichen Maßnahmen verbunden sind.
  1. Die Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme sowie die darauf aufbauende Strategie sind dem Rat der Stadt Remscheid noch vor den Sommerferien 2026 vorzulegen, um zeitnahe und fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.

 

Begründung

Die fortschreitende Digitalisierung des Unterrichts ist untrennbar mit einer ausreichenden und verlässlichen stromseitigen Ausstattung der Klassenräume verbunden. Insbesondere in der Sekundarstufe II wird mittlerweile nahezu durchgängig mit Tablets gearbeitet. Diese haben in vielen Bereichen klassische Arbeitsmittel wie Schulbücher, Hefte sowie „Zettel und Stift“ ersetzt. Auch Videos, Audiodateien und weitere digitale Inhalte werden zunehmend individuell auf den Endgeräten der Schülerinnen und Schüler genutzt, da Lernprozesse stärker differenziert und individualisiert gestaltet werden.

Darüber hinaus verändern sich die Aufgabenformate erheblich. Schülerinnen und Schüler erstellen zunehmend eigene Erklärvideos, Präsentationen, Blogs oder andere digitale Produkte. Diese Entwicklungen führen dazu, dass die Akkulaufzeit der eingesetzten Endgeräte im Schulalltag häufig nicht für einen vollständigen Schultag ausreicht.

Demgegenüber ist die stromseitige Ausstattung vieler Klassenräume bislang nicht auf diese Anforderungen ausgelegt. Häufig steht lediglich eine Steckdose zur Verfügung, die nicht selten durch den Anschluss des Smartboards belegt ist. Ist eine weitere Steckdose vorhanden, erfolgt die Nutzung faktisch nach dem Prinzip „first come, first serve“, was den Unterrichtsablauf erschwert und pädagogisch nicht zielführend ist.

Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklungen in den kommenden Jahren weiter verstärken werden. Eine moderne und zukunftsfähige Unterrichtsgestaltung setzt daher voraus, dass Klassenräume über eine zeitgemäße elektrische Infrastruktur verfügen. Aus unserer Sicht ist es nicht sachgerecht, dass Jahre nach der Einführung der 1:1-Ausstattung in der Sekundarstufe II die hierfür notwendige stromseitige Ausstattung der Klassenräume noch nicht flächendeckend umgesetzt ist.

Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, den tatsächlichen Bedarf systematisch zu erfassen, bauliche Möglichkeiten zu prüfen und auf dieser Grundlage eine realistische, priorisierte und umsetzbare Gesamtstrategie zu entwickeln. Weitere Beispiele aus dem schulischen Alltag werden wir im Rahmen der mündlichen Begründung ergänzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Alexander Schmidt

Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Schule

 

Markus Kötter

CDU-Fraktionsvorsitzender