CDU Remscheid - Partei und Fraktion

Angekündigten Elternbefragung im Rahmen der Schulentwicklungsplanung

Anfrage der CDU-Fraktion

Die Ermittlung des Elternwillens ist ein wichtiger Bestandteil einer fundierten Schulentwicklungsplanung. Eine solche Befragung kann jedoch nur dann einen echten Mehrwert bieten, wenn Zielsetzung, Methodik und Einbindung transparent und nachvollziehbar ausgestaltet sind.

Anfrage zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11.03.2026, zur Sitzung des Rates am 12.03.2026 und zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 29.04.2026

 

Angekündigten Elternbefragung im Rahmen der Schulentwicklungsplanung

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Wolf,

sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Heidtmann,

sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Kaltwasser,

 

wir bitten darum, die nachfolgende Anfrage in die Tagesordnung der nächsten Sitzungen der oben genannten Gremien aufzunehmen und zu beantworten.

 

    1. Welches konkrete Ziel verfolgt die angekündigte Elternbefragung?
    2. Welche Fragestellungen sollen im Mittelpunkt der Befragung stehen?
    3. In welcher Form soll die Elternbefragung durchgeführt werden (digital, schriftlich, kombiniert)?
    4. Wer ist für die Konzeption und Durchführung federführend verantwortlich?
    5. Zu welchem Zeitpunkt ist die Befragung vorgesehen?
    6. Ist neben einer Elternbefragung auch die Einbindung weiterer Gruppen geplant, etwa von Schülerinnen und Schülern, Schulleitungen oder Lehrkräften?
    7. Falls nein: Aus welchen Gründen wird die Befragung auf Eltern beschränkt?
    8. Falls ja: In welcher Form soll diese Einbindung erfolgen?
    9. In welcher Form werden die politischen Gremien in die Konzeption der Befragung eingebunden?
    10. Werden die Ergebnisse zunächst dem Ausschuss für Schule zur Beratung vorgelegt, bevor eine öffentliche Bewertung oder politische Einordnung erfolgt?
    11. Bezieht sich die Befragung ausschließlich auf Fragen möglicher neuer Schulstandorte bzw. Schulformen, oder werden auch bestehende Herausforderungen an den Schulen (z. B. bauliche Situation, Digitalisierung, Ausstattung, Lernbedingungen) berücksichtigt?

 

Begründung

 

Die Ermittlung des Elternwillens ist ein wichtiger Bestandteil einer fundierten Schulentwicklungsplanung. Eine solche Befragung kann jedoch nur dann einen echten Mehrwert bieten, wenn Zielsetzung, Methodik und Einbindung transparent und nachvollziehbar ausgestaltet sind.

Gerade im Zusammenhang mit der Diskussion um mögliche neue Schulstandorte und Schulformen erscheint es aus Sicht der CDU-Fraktion wichtig, dass eine Befragung nicht isoliert auf strukturelle Fragestellungen reduziert wird, sondern im Gesamtkontext der schulischen Entwicklung betrachtet wird. Neben möglichen neuen Standorten bestehen weiterhin konkrete Herausforderungen im Bestand, die für viele Familien von hoher Relevanz sind.

Neben den Eltern verfügen insbesondere die Schulleitungen über eine besondere fachliche Expertise hinsichtlich pädagogischer, organisatorischer und räumlicher Bedarfe. Vor diesem Hintergrund ist von Interesse, ob und in welcher Form diese Perspektiven in den Prozess einbezogen werden.

Darüber hinaus betrifft eine zukunftsorientierte Schulplanung in erster Linie auch diejenigen, die täglich in den Schulen lernen und leben – die Schülerinnen und Schüler. Gerade bei Fragestellungen, die über reine Standort- oder Schulformdebatten hinausgehen, erscheint auch ihre Beteiligung sinnvoll.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Markus Kötter

CDU-Fraktionsvorsitzender

 

Alexander Schmidt

Sprecher der CDU-Fraktion im Ausschuss für Schule

Stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender

 

Anke Fellner

Sprecherin der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss