Schulpolitik braucht mehr als Standortdebatten
Wer Schulpolitik ernst nimmt, muss dort anfangen, wo Unterricht jeden Tag stattfindet: In den Klassenräumen. Während über neue Schulstandorte diskutiert wird, vermisst die CDU bislang eine klare, konkrete kommunale Agenda zur Verbesserung der tatsächlichen Situation an den bestehenden Schulen.
„Die Diskussion um einen möglichen neuen Schulstandort darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele unserer Schulen ganz konkrete und alltägliche Herausforderungen haben“, erklärt Alexander Schmidt, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. „Diese Probleme lösen wir nicht ausschließlich durch Grundsatzdebatten, sondern durch gezielte Investitionen und klare Prioritäten.“
Aus Sicht der CDU bestehen weiterhin erhebliche Baustellen:
„Wenn wir über moderne Bildung sprechen, dann müssen wir zuerst die Voraussetzungen schaffen, unter denen Lernen überhaupt gut möglich ist“, so Schmidt. „Dazu gehören funktionierende technische Infrastruktur, zeitgemäße Räume und vernünftige Rahmenbedingungen.“
Die CDU-Fraktion sieht in der aktuellen Debatte um eine mögliche dritte Gesamtschule zwar einen legitimen bildungspolitischen Diskussionspunkt, warnt jedoch davor, strukturelle Schulformfragen in den Mittelpunkt zu stellen, während praktische Herausforderungen im Schulalltag ungelöst bleiben.
„Schulpolitik muss sich in erster Linie an der Realität in den Klassenräumen orientieren“, betont Fraktionsvorsitzender Markus Kötter. „Unsere Schülerinnen und Schüler brauchen funktionierende Gebäude, verlässliche Ausstattung und gute Lernbedingungen. Wir brauchen spürbare Verbesserungen im Alltag unserer Kinder“, so Kötter.“
Die CDU kündigt an, weiterhin konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Infrastruktur, der Digitalisierung und der baulichen Situation einzubringen. Ziel sei eine pragmatische, lösungsorientierte Schulpolitik, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Schulen orientiert.