Wie gut ist Remscheid für die Zukunft des Schwimmens aufgestellt?
Die CDU-Ratsfraktion Remscheid will die Zukunft des Schwimmens in Remscheid umfassend beleuchten. Der sportpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Jens Nettekoven, und der CDU-Fraktionsvorsitzende sowie Bezirksbürgermeister von Lennep, Markus Kötter, haben deshalb eine umfangreiche Anfrage für den Ausschuss für Sport und Freizeit vorbereitet.
Wie gut ist Remscheid für die Zukunft des Schwimmens aufgestellt?
Nettekoven und Kötter wollen Klarheit über H₂O, Sportbad am Park, Eschbachtal und Kräwi
Die CDU-Ratsfraktion Remscheid will die Zukunft des Schwimmens in Remscheid umfassend beleuchten. Der sportpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Jens Nettekoven, und der CDU-Fraktionsvorsitzende sowie Bezirksbürgermeister von Lennep, Markus Kötter, haben deshalb eine umfangreiche Anfrage für den Ausschuss für Sport und Freizeit vorbereitet.
Im Mittelpunkt steht das H₂O in Lennep, aber auch das Sportbad am Park, das derzeit umfassend sanierte Freibad Eschbachtal und die Kräwinklerbrücke sollen betrachtet werden.
„Wir wollen nicht nur wissen, was heute funktioniert, sondern wie das Schwimmen in Remscheid in fünf, zehn und 15 Jahren aussehen soll“, erklärt Jens Nettekoven, sportpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion. „Das H₂O, das Sportbad am Park und künftig auch das modernisierte Freibad Eschbachtal haben unterschiedliche Aufgaben. Gemeinsam bilden sie aber die Schwimminfrastruktur unserer Stadt. Deshalb brauchen wir eine Gesamtstrategie.“
Mit ihrer Anfrage will die CDU-Fraktion unter anderem klären, wie sich Besucherzahlen und Auslastung entwickeln, welche Investitionen bei Technik und Gebäuden erforderlich sind, wie sich Energieverbrauch und Energiekosten entwickeln und welche Bedeutung die kommunale Wärmeplanung für die Bäder hat.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die tatsächliche Nutzung der vorhandenen Wasserflächen.
Dazu gehört auch die Nutzung durch Schulen. Die CDU stellt dabei ausdrücklich klar, dass es nicht um eine schulfachliche Bewertung des Schwimmunterrichts geht. Vielmehr soll der Sportausschuss ein vollständiges Bild davon erhalten, in welchem Umfang die Bäder durch Schulen genutzt werden und wie diese Zeiten in die Gesamtbelegung durch Schulen, Vereine, Schwimmkurse und den öffentlichen Badebetrieb einzuordnen sind.
„Wenn wir über die Zukunft der Bäder reden, müssen wir wissen, wer die Wasserflächen wann und in welchem Umfang nutzt“, so Nettekoven.
Außerdem spielt für die CDU-Fraktion die Frage der Daseinsvorsorge eine wichtige Rolle.
„Schwimmen ist für uns ein Stück Daseinsvorsorge. Kinder sollten die Möglichkeit bekommen, sicher schwimmen zu lernen. Vereine brauchen verlässliche Trainingszeiten und Familien müssen sich den Schwimmbadbesuch auch leisten können“, erklärt Nettekoven.
Für Markus Kötter hat das Thema als Bezirksbürgermeister von Lennep eine besondere Bedeutung. Das H₂O ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil des Remscheider Schwimmangebotes, sondern auch ein bedeutender Standortfaktor für Lennep.
„Natürlich interessiert mich besonders, welche Perspektive das Bad hat und wie die Stadtwerke den Standort langfristig entwickeln wollen. Dazu benötigen wir eine ehrliche Bestandsaufnahme: Was muss beim H₂O investiert werden? Welche Investitionen stehen beim Sportbad an? Was brauchen Schulen und Vereine? Und wie können wir sicherstellen, dass am Ende ein gutes und bezahlbares Schwimmangebot für ganz Remscheid erhalten bleibt?“, so Kötter.
Mit der umfassenden Sanierung des Freibades Eschbachtal sieht die CDU zugleich einen wichtigen Anlass, die gesamte Bäderlandschaft zu betrachten.
Die Stadt investiert erhebliche Mittel in die Zukunft des Freibades. Nach der Fertigstellung soll ein modernes und zukunftsfähiges Freibad entstehen. Während der mehrjährigen Bauzeit steht das Eschbachtal allerdings nicht als Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.
„Wenn wir viele Millionen Euro in ein modernes Freibad investieren, ist es nur konsequent, gleichzeitig zu fragen, wie die gesamte Schwimminfrastruktur unserer Stadt langfristig aussehen soll“, sagt Nettekoven.
„Gerade während der Bauphase kommt den Hallenbädern eine besondere Bedeutung zu. Gleichzeitig muss aber bereits heute über die Zeit nach der Wiedereröffnung des Eschbachtals hinausgedacht werden“, so Nettekoven weiter.
Auch die Kräwinklerbrücke bleibt Bestandteil der Anfrage. Die CDU will dabei bewusst keine umfangreiche zusätzliche Untersuchung der Badestelle vornehmen, sondern die aktuellen Erfahrungen des Sommers 2026 aufgreifen.
„Wir wollen beispielsweise wissen, welche Erfahrungen mit dem Sicherheitsdienst gemacht wurden und ob sich die Situation dadurch verbessert hat. Gleichzeitig muss die Frage gestellt werden, was künftig unternommen werden kann, um Vandalismusschäden möglichst dauerhaft zu verhindern, auch durch bauliche oder technische Maßnahmen“, erklärt Nettekoven.
Auch die Besucherzahlen der „Kräwi“ sollen in die Betrachtung einbezogen werden, um die tatsächliche Nutzung und Belastung des Standortes besser einschätzen zu können.
Markus Kötter ergänzt:
„Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu wissen, wie die Stadt ihre Schwimmbäder langfristig aufstellen will. Gerade bei einer so wichtigen Infrastruktur müssen wir rechtzeitig wissen, wo Investitionen notwendig werden und welche finanziellen Herausforderungen auf uns zukommen. Denn ein attraktives Angebot an Schwimm- wie auch damit verbundenen Freizeitmöglichkeiten ist wichtig für viele Familien in unserer Stadt.“